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Erfahrungsbericht

 

Anne-Christin WenckAnne-Christin Wenck, 21 Jahre, studiert im dritten Semester an der Leuphana Universität Lüneburg
Wirtschaftspsychologie.


1. Warum hast Du diese Universität/Hochschule gewählt?

Zuerst hatte ich mich hauptsächlich für die Leuphana Universität interessiert, weil ich hier Wirtschaftspsychologie studieren konnte, einen Studiengang, der eher selten zu finden ist. Jedoch habe ich schon in der Bewerbungsphase gemerkt, dass mich auch das einzigartige Studienmodell der Leuphana begeistert. Denn neben meinem Major und Minor Fach kann ich mich im Komplementärstudium noch vielfältig in alle Richtungen weiterbilden, z.B. lerne ich gerade Spanisch oder habe letztes Semester ein Seminar zum Thema Gründungsplanung besucht, in dem wir in Teams unser eigenes fiktives Unternehmen gegründet haben.

Was mir auch sehr an dem Standort Lüneburg gefällt ist, dass es eine kleine Stadt ist und man dadurch sehr schnell sehr viele Leute kennen lernen konnte. Wenn man jedoch in die Großstadt möchte, können wir mit dem Semesterticket Hamburg in einer halben Stunde bequem erreichen.

2. Wieso hast Du Dich für diesen Studiengang entschieden?

Nach meinem Abitur wollte ich mich noch nicht ganz festlegen, was ich in meiner Zukunft einmal machen will, deshalb war es mir wichtig, einen Studiengang zu wählen, mit dem nicht schon alles vorprogrammiert war. Mich haben die drei Schwerpunkte in meinem Studiengang sehr interessiert. Wir lernen sehr viel über Personalauswahl und -organisation, Arbeits- und Ingenieurspsychologie, sowie über Marketing und Marktanalysen, also eher den Bereich Werbung.

Im Minor, dem Nebenfach können wir uns dann noch mal etwas weiter spezialisieren. Ich habe dort das Fach Wirtschaftswissenschaften gewählt, weil ich später wahrscheinlich in der Wirtschaft arbeiten werde und mir dieser Teil in meinem Major zu kurz kommt.

3. Wie hat sich Dein Alltag durch das Studium verändert?

Für mein Studium an der Leuphana bin ich in eine WG nach Lüneburg gezogen, was drei Stunden von meiner Heimatstadt entfernt ist. Es ist der erste große Schritt in die Unabhängigkeit, das erste Mal alleine zu wohnen. Man muss lernen selbstständig zu sein, egal ob in seinem Privatleben oder im Studium. Es sind keine Lehrer mehr da, die einen an ein Abgabedatum erinnern, an der Uni ist man für alles selber verantwortlich.

Natürlich gehe ich auch auf viele Partys und treffe mich oft mit meinen Freunden, doch auch hier ist wieder eine gute Zeiteinteilung gefragt. Denn man darf auch das Lernen nicht unterschätzen, was man spätestens am Ende des ersten Semesters mitbekommt.

4. Warum hast Du Dich für ein Studium und nicht für eine Ausbildung entschieden?

Ich habe mir ehrlich gesagt nach meinem Abitur noch nicht bereit zum Arbeiten gefühlt. Ich wollte einen tieferen theoretischen Einblick in die Materie bekommen, bevor ich sie praktisch anwende. Außerdem denke ich, dass es wichtig ist zu studieren, um sich keine Aufstiegschancen oder ähnliches in seiner Zukunft zu verbauen.

5. Welchen Tipp würdest Du angehenden Studierenden mit auf den Weg geben?

Ihr müsst keine Angst haben, dass ihr vielleicht keine Freunde an der Uni findet und dann immer alleine sein müsst. Glaubt mir, schon nach der ersten Woche werdet ihr sehr viele Leute kennen.

Lasst euch von eurer Mutter ein paar einfache Rezepte beibringen. Nur Nudeln und Mensa können einem irgendwann echt auf die Nerven gehen.

Und als Letztes ein kleiner persönlicher Tipp von mir: Nehmt euch Fahrradflickzeug mit!


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