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Praktikum im Ausland


von Mira-Kristin Muth

Eine weitere beliebte Option, die von Personalleiterinnen und -leitern im Lebenslauf sehr gern gesehen ist, stellt ein im Ausland absolviertes Praktikum dar. Zu der Auslandserfahrung kommt hier noch die praktische Berufserfahrung hinzu.


Mit einem Auslandspraktikum gehen jedoch zumeist eine lange und intensive Planungszeit sowie hohe Kosten einher. Entsprechende Stipendien können auch hier Hilfe bei der Finanzierung leisten, zahlreiche Institutionen helfen bei der Vermittlung und sogar bei einem Teil der Organisation Deiner praktischen Zeit im Ausland.

Voraussetzungen


Wichtig für ein Auslandspraktikum sind in jedem Fall bereits vorhandene Sprachkenntnisse – richtig effektiv ist die praktische Zeit im Betrieb nämlich nur dann, wenn man sich auch in der Landessprache verständigen kann. Die Dauer sollte vier Wochen nicht unterschreiten, noch besser sind drei Monate oder auch ein halbes Jahr.

Bevor Du dein Auslandspraktikum planst, solltest Du dir bewusst machen, aus welchem Grund Du eigentlich daran interessiert bist. Willst Du in eine bestimmte Branche oder ein Arbeitsfeld hineinschnuppern, Deine Fremdsprachenkenntnisse verbessern oder einfach Land und Kultur kennen lernen?

Vermittlungsorganisationen


Wenn Du für die Vermittlung einer Praktikumsstelle die Hilfe einer Organisation in Anspruch nehmen willst, solltest Du Dir bei der Vielzahl von Vermittlern, die sich heute auf dem Markt tummeln, zunächst über deren Seriosität informieren. Wie lange ist die Organisation schon in ihrem Bereich tätig? Sie sollte dir ausführliche Informationen zusenden können, die auch eine Aufstellung aller anfallenden Kosten und der entsprechenden Leistungen beinhaltet. So lassen sich die Daten verschiedener Anbieter gut miteinander vergleichen. Weiterer wichtiger Anhaltspunkt bei Komplettangeboten: Wie sieht die Betreuung vor Ort aus? Erkundige Dich nach Erfahrungsberichten ehemaliger Teilnehmender!

Und wie geht es weiter mit der Vorbereitung? Denn es heißt ja schließlich: andere Länder - andere Sitten. Informiere Dich deshalb vorab in jedem Fall über die Gepflogenheiten im Berufsalltag des fremden Landes. Während in Deutschland viel Wert auf die genaue Einhaltung von Terminen gelegt werden mag, haben in einem orientalisch geprägten Land ganz andere Dinge Priorität. Setze Dich also mit den Business-Regeln des jeweiligen Landes auseinander, um Fettnäpfchen zu vermeiden.

Finanzierung

ERASMUS-Praktikumsstipendium


Ein selbst organisiertes Praktikum im europäischen Ausland kann durch ein ERASMUS-Praktikumsstipendium gefördert werden. Dieses bildet seit 2007 einen Teil des ERASMUS-Mobilitätsprogrammes. Förderungswürdig sind studienrelevante Pflichtpraktika und freiwillige Praktika mit einer Dauer von drei bis zwölf Monaten in allen Ländern, die am ERASMUS-Programm teilnehmen. Bewerben können sich alle Studierenden ab dem ersten Semester bis einschließlich zur Promotion.

 

Förderstipendien des Deutschen Akademischen Auslandsdiensts


Der DAAD bietet seine Förderung auch bei Praxisaufenthalten im Ausland an. Bei den Kurzstipendien muss das Praktikum selbst beschafft werden und als Pflichtpraktikum oder aber vom Fachbereich dringend empfohlenes, studienbezogenes Praktikum anerkannt sein. Von der entsprechenden Praktikumseinrichtung muss hierfür ein schriftliches Praktikumsplatzangebot vorliegen. Bewerbungsunterlagen und Informationen bieten die Webseite des DAAD (www.daad.de) oder das Akademische Auslandsamt der jeweiligen Heimatuniversität. Achte darauf, die Unterlagen rechtzeitig einzureichen.

 

Auslands-BAföG und Bildungskredit


Wie beim Studium im Ausland können auch für das Praktikum sowohl Auslands-BAföG als auch der Bildungskredit beantragt werden.


Hier erfährst Du mehr über Auslands-BAföG und Bildungskredite.


Du benötigst weitere Informationen zum Praktikum im Ausland? Unseren Webtipps helfen Dir dabei.

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