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Erfahrungsberichte
Julia Rosenberger, 21 Jahre, absolviert seit April 2009 eine Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin im Universitätsklinikum Eppendorf.
1. Warum hast Du Dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?
Ich arbeite gerne mit Kindern und interessiere mich auch für den medizinischen Bereich und dieser Beruf verbindet beides. Allerdings muss ich dazu sagen, dass der Beruf der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin mein Zweitwunsch war, da ich keinen Ausbildungsplatz als Hebamme bekommen habe!
2. Wie lief der Bewerbungsprozess ab?
Ich habe mich mit meinen kompletten Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) in Hamburg im Universitätsklinikum Eppendorf beworben und wurde dann zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Es war jedoch kein persönliches Gespräch, sondern ein Assessment Center, d.h. man bewältigt einige Aufgaben, die die Ausbildungsstätte vorgibt, zusammen mit weiteren Mitbewerbern. Zum Beispiel mussten wir einen Verband anlegen oder einen schriftlichen Test in Bezug auf das Klinikum, den Beruf aber auch über die aktuelle Gesundheitspolitik ablegen. Zum Schluss folgte dann ein persönliches Gespräch. Nach einer Woche hatte ich dann eine Zusage im Briefkasten.
3. Inwieweit hat sich Dein Alltag durch die Ausbildung geändert?
Mein Alltag hat sich schon etwas verändert, denn ich musste durch meine Ausbildung sehr weit von zu Hause wegziehen und mir einen komplett neuen Freundes- und Bekanntenkreis aufbauen. Ein weiterer Aspekt, der mein alltägliches Leben verändert hat ist der, dass ich nun Blockunterricht habe, d.h. wir haben einige Wochen Schule und danach werden wir für einige Wochen im Universitätsklinikum eingesetzt, um so praktische Erfahrungen zu sammeln. Was die Schule betrifft ist alles ganz normal, eben wie zu Schulzeiten. Jedoch musste ich mich bei der Arbeit im Krankenhaus an die ständig wechselnden Arbeitszeiten gewöhnen. Denn auf einer Station in einem Krankenhaus zu arbeiten heißt Schicht- und Wochenenddienst.
4. Was gefällt Dir besonders an Deiner Ausbildung?
Besonders gut gefällt mir, dass ich während meiner Ausbildung alle Stationen, z.B. Kardiologie (Herz-Station) oder Onkologie (Krebs-Station) kennen lernen darf.
Weiterhin finde ich das System des Blockunterrichtes gut und dass ich viel selbstständig arbeiten darf, wenn ich es schon im Unterricht gelernt habe. Uns wird viel Vertrauen entgegengebracht, d.h. wir dürfen auf der Station unsere eigenen Patienten selbst versorgen, haben aber immer eine erfahrene Krankenschwester als Ansprechpartnerin bei Fragen oder Unklarheiten an unserer Seite. Es wird uns also viel Raum gelassen theoretisch Gelerntes in der Praxis anzuwenden und zu vertiefen. Weiterhin dürfen wir auch bei OP’s oder kleineren Eingriffen zuschauen, um unser Wissen zu erweitern.
5. Welchen Tipp würdest Du zukünftigen Auszubildenden mit auf den Weg geben?
Bewerbt euch überall wo es geht. Beschränkt euch nicht nur auf eine bestimmte Region, nur weil ihr Angst habt so weit von zu Hause wegzuziehen. In der heutigen Zeit kann man froh sein, wenn man sofort eine Ausbildungsstelle bekommt. Nach einiger Zeit in der fremden Stadt verfliegt auch das Heimweh.
Wenn ihr zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werdet, dann informiert euch ausführlich über die Ausbildungsstätte und erstellt ein Profil über eure Person (z.B. Stärken und Schwächen, besondere Fähigkeiten). Seid auf alles gefasst, denn aus einem Bewerbungsgespräch kann schnell ein Assessment Center werden und wenn man dann nicht vorbereitet ist, kommt man ganz schön ins Schwitzen.
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