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Dolmetscher


von Meike Ringleb

 

Der Beruf des Dolmetschers ist der bekannteste Beruf mit umfangreichen Sprachbezug. Dolmetscher sind Vermittler zwischen Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen. Ganz verschiedene Einsatzorte erwarten Dich als Dolmetscher und in ganz vielfältigen Bereichen und Situationen werden Dolmetscher eingesetzt. Ob auf Fachkongressen, Pressekonferenzen, bei Geschäftsverhandlungen, Gerichtsverfahren oder in Fernsehsendungen – oft sind Dolmetscher für die internationale Kommunikation unumgänglich.

 

Die Schwierigkeit liegt darin, das Gesprochene so vollständig wie möglich mit den richtigen Fachtermini – nicht eins zu eins, sondern mit individuellen Spracheigenschaften der Übersetzungssprache – in eine andere Sprache zu übertragen. Dazu benötigst Du neben Deinen sprachlichen Qualifikationen, ein sehr gutes Gehör und Gedächtnis, eine schnelle Auffassungsgabe, Stressresistenz und ein gutes Einfühlungsvermögen, um authentisch dolmetschen zu können. Außerdem erwarten Dich ein lebenslanges Lernen und die fortwährende Einarbeitung in die unterschiedlichsten Fachgebiete.

 

Tipp: Bei der Fremdsprachenwahl solltest Du nach Deinen Neigungen entscheiden und Dich nicht an der aktuellen Marktsituation orientieren. Das Lernen sowie die tägliche Arbeit mit der Sprache muss Dir unbedingt Spaß machen.

 

Telefonieren - der Beruf des Dolmetschers
© Kurhan/Fotolia.com

 

Umfangreiche Vorbereitung


Für die tägliche Arbeit als Dolmetscher musst Du sehr viel Vorbereitungszeit einplanen.


So geht für eine Tagesveranstaltung, z.B. eine Podiumsdiskussion, eine Vorbereitung von 1 bis 2 Tagen voraus. Dabei müssen Dokumentationen und Artikel zum Thema der Veranstaltung durchgearbeitet und Vokabellisten in der jeweiligen Sprache erstellt werden.

 

Dolmetscher vs. Übersetzer


Während der Beruf des Dolmetschers sich auf die mündliche Kommunikation bezieht, beruht die Übersetzung auf einer schriftlichten Form. Als Dolmetscher musst Du einem viel größerem Druck standhalten und eine hohe Konzentrationsfähigkeit vorweisen, da keine Zeit zum Nachdenken ist und Gesagtes nicht mehr zurückgenommen werden kann. Als Übersetzer stehst Du zwar auch oft unter Termindruck, kannst aber Deinen Text vorab mehrfach korrigieren.

 

Die universitäre Ausbildung


Vor Beginn des Studiums ist eine Eignungsprüfung, in der Deine sprachlichen Fähigkeiten getestet werden, zu absolvieren. Das Studium befähigt Dich dazu Deine Muttersprache professionell einzusetzen und intensiv zwei lebende Fremdsprachen zu erlernen. Dazu gehören z.B. die gesprochenen Sprachen Französisch, Spanisch und Russisch – Latein zählt nicht dazu. Außerdem übst Du übliche Dolmetschertechniken an Hand praktischer Aufgaben. Eingebundene Auslandsaufenthalte und -praktika helfen zudem ungemein bei der Aussprache.

 

Die schulische Ausbildung


Die 2- bis 3-jährige schulische Ausbildung zum Dolmetscher kann in Berufsschulen absolviert werden und vermittelt neben allgemeinen Sprachgrundlagen und dem Gesprächsdolmetschen, die Sprecherziehung und Landeskunde.

 

Tipp: Auch im Privaten kannst Du Deine Fremdsprachenkenntnisse schulen, indem Du ausländische Zeitungen liest und Dich für Filme ohne Synchronisierung entscheidest.

 

Hier erhältst Du weitere Informationen zum Beruf des Medienübersetzers.

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